Zum Inhalt springen

„Zuhören, Bedarf sehen und handeln“: Raphael Collinet stellt sich vor

Kurz vor seiner Diakonenweihe am 12. September stellt sich Raphael Collinet den Menschen in der Pfarrei Am Schaumberg, Christi Himmelfahrt vor. Der Pastoralreferent aus Tholey erzählt von seinem Weg in den pastoralen Dienst, seiner Berufung zur Diakonie und seinem Wunsch, Kirche als konkrete Hilfe für Menschen erfahrbar zu machen.
Diakon Raphael Collinet
Datum:
1. Sept. 2026
Von:
Karina Mangold-Koch

Liebe Menschen in und um Tholey,

Am 12. September werden zwei weitere Männer und ich im Trierer Dom zu Diakonen geweiht. Zu diesem Anlass wurde ich gebeten, mich den Menschen in der Pfarrei Am Schaumberg, Christi Himmelfahrt vorzustellen. Dabei soll es weniger um meine Person als um die Motivation gehen, aus der ich mich für den Dienst tätiger Nächstenliebe in der Kirche weihen lasse. Mein Name ist Raphael Collinet, ich wohne mit meiner Familie in Tholey. Dort engagiere ich mich auch zu verschiedenen Anlässen im Jahr in der Gemeinde, etwa beim Sternsingen, beim Kläppern oder zu besonderen Gottesdiensten. Beruflich bin ich als Pastoralreferent im Pastoralen Raum Hermeskeil tätig und überwiegend für die Entwicklung einer diakonischen Pastoral zuständig. Ich kümmere mich darum, dass Kirche für Menschen da ist - besonders in Krisen und möglichst konkret mit Rat und Tat. Oft hilft es schon, dass ich zuhöre und anschließend Kontakt zu den Verantwortlichen herstelle oder aber Sachspenden wie Möbel, Lebensmittel oder Hygieneartikel vermittle. Kurz gesagt ist das Konzept: Zuhören, Bedarf sehen und handeln. Daraus wachsen kleinere oder größere Projekte. Das steckt an, viele arbeiten gerne punktuell oder sogar langfristig und regelmäßig mit. Ich wurde selbst früh von solchen Ideen angesteckt. Aufgewachsen bin ich in Dierdorf auf dem Westerwald. Katholische Kirche war dort in der Minderheit, ein Pastor kümmerte sich um Menschen in über 50 Dörfern. Der Großteil des Gemeindelebens war sozial-karitatives Tun, dazu gehörte auch der Gottesdienst und die Spendung der Sakramente. Dieser Weg wurde mitgetragen von vielen Männern und Frauen, die damit auch ihr persönliches Glaubensleben gestalteten. Von dieser Mischung aus Bekenntnis, Feier der Gottesdienste und konkretem Tun war ich so begeistert, dass ich den Weg in den Pastoralen Dienst suchte. Bei verschiedenen beruflichen Tätigkeiten merkte ich, dass mich vor allem solche Arbeit mit Freude erfüllt. Diesem Gefühl ging ich nach und gelangte so zur Überzeugung: Das ist meine Lebensaufgabe, die ich mit Leib und Seele annehmen will. Ganz herzlich möchte ich Sie bitten, in der nächsten Zeit für die beiden anderen Weihekandidaten und für mich zu beten. Ich bitte darum im Bewusstsein, dass wir nicht „für uns“ geweiht werden, sondern für die Menschen, zu denen wir geschickt werden.

Mit herzlichen Grüßen

Raphael Collinet